Ghostwriter als die (besseren) Wissenschaftsberater?

Dieser etwas provokante Titel ist Erfahrungen aus unserer täglichen Praxis als professionelle Ghostwriter geschuldet und dürfte nur auf eine recht geringe Minderheit unserer Projekte zutreffen. Dennoch finden wir diese wenigen Fälle so interessant, dass wir sie hier in ihrer Charakteristik darlegen und unser diesbezügliches Selbstverständnis erläutern möchten.

In unserer Praxis als Ghostwriter kommt es bisweilen vor, dass Anspruch und Wirklichkeit des Hochschulwesens aufeinander prallen. Dies wird besonders dann sichtbar, wenn sich herausstellt, dass der wissenschaftliche Betreuer oder Dozent des Kunden an der Hochschule offenkundig nicht in der Lage ist, das entsprechende akademische Vorhaben – dies kann die Bachelorarbeit oder Masterarbeit sein – in der gewünschten Art und Weise zu betreuen. Nun werden viele unserer Kunden sagen, na ja, das kennen wir schon. Aber letztlich vertrauen sie darauf, dass der Betreuer inhaltlich recht haben wird.

Dies muss jedoch keineswegs immer der Fall sein. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Schreibprojektes wird das oft schon zu Beginn deutlich, wenn es darum geht, im Rahmen eines festgelegten Themas ein Exposé anzufertigen. Bekanntermaßen soll ein Exposé die Problemstellung, das Ziel der Arbeit, daraus abgeleitet die Forschungsfragen und etwaige Hypothesen sowie den Gang der Untersuchung beschreiben. Zusammen mit unseren Kunden erarbeiten wir ein solches Exposé, um eine gemeinsame Arbeitsgrundlage herzustellen und „grünes Licht“ für die weitere Ausarbeitung zu erhalten. In der damit verbundenen Kommunikation mit dem Betreuer der Hochschule kann sich jedoch die Situation ergeben, dass sich herausstellt, dass dieser einen geringeren Kenntnisstand zum jeweiligen Thema und Forschungsstand hat als der im Hintergrund arbeitende Ghostwriter. Dies wird dann zum Problem, wenn der Ghostwriter ein echter Spezialist ist und klare Vorstellungen zum Thema hat, welche aber nicht mit den Vorstellungen des Betreuers korrespondieren. Dieser hat viele Studierende zu betreuen und oftmals gar keine Möglichkeit, sich derart intensiv mit dem Thema zu beschäftigen oder er besitzt als Nachwuchswissenschaftler noch nicht die notwendige Erfahrung.

Was also tun? Der Ghostwriter könnte aufgrund seines Expertenwissens klar darlegen, wo der Betreuer irrt. Allerdings dürfte der Betreuer irritiert sein angesichts dieses Wissens seines Studierenden. Der Kunde steht dann möglicherweise vor dem Dilemma, dem Betreuer nicht offen widersprechen zu wollen (man will es sich ja nicht verscherzen) und die objektiven inhaltlichen und konzeptionellen Widersprüche in Übereinstimmung zu bringen.
Hier kann der Ghostwriter nicht nur eine echte Hilfe sein, um diese Widersprüche zu versöhnen, indem er Kompromissvorschläge macht, sondern auch indem er feinfühlige mentale Unterstützung bietet für den verunsicherten Studierenden. Diese Art der Begleitung ist zwar mitunter aufwendig und intensiv, erhöht jedoch deutlich die Erfolgsaussichten eines schwierigen akademischen Projektes.
Voraussetzung hierfür sind Ghostwriter, die ein hohes Maß an methodischer Kompetenz, Fachwissen, Einfühlungsvermögen und Erfahrung im wissenschaftlichen Betrieb mitbringen. Damit ist klar, dass dies kaum Ghostwriter sein können, die sich nebenbei als Studenten ein Zubrot verdienen. Vielmehr sind dies Ghostwriter, die den Anspruch haben, auch als Wissenschaftsberater für ihre Kunden zu fungieren, gestandene Akademiker, die einen soliden und belastbaren Erfahrungshintergrund mitbringen. Sie erwarten für die Umsetzung dieses Anspruchs ein faires und zufriedenstellendes Honorar und von uns als Agentur ein dementsprechendes Verständnis qualitativ hochwertiger Arbeit. Zusammen sind wir in der Lage, die betreffenden Studentinnen und Studenten so passgenau zu unterstützen, dass sie auch „trotz“ ihres Prüfers zum erhofften Studienabschluss kommen.