Lebenslanges Lernen und berufsbegleitendes Studium

Man lernt nie aus, sagt der Volksmund, und selten hatte er damit so recht wie heute. Denn die andere bekannte Alltagsweisheit, derzufolge Hans nicht mehr lernen wird, was Hänschen einmal verpasst hat, hat längst ausgedient.

Wir alle lernen heute ständig – fast in jeder Lebenssituation und in jedem Alter. Dabei geht es keineswegs immer und vorrangig um den Erwerb berufsbezogener Kenntnisse und Fähigkeiten. Auch für die persönliche Entwicklung ist das ständige Hinzulernen heute selbstverständlich, sei es bei der Aneignung technisch-kommunikativer Fertigkeiten (EDV, Soziale Medien) oder beim Erlernen neuer Sprachen. Längst haben selbst die Senioren entdeckt, dass lebenslanges Lernen das private und soziale Leben bereichert und zudem geistig fit hält.

Doch auch das Lernen in der Freizeit ist keineswegs nur „Hobby“. Mittlerweile ist erwiesen, dass auch in eher informellen Settings erworbene Fähigkeiten beruflich durchaus von Bedeutung sein können, beispielsweise wenn eine im ehrenamtlichen Bereich erlernte Leitungskompetenz die Ausübung einer Führungsposition im Beruf unterstützt. Womit wir bei dem Bereich wären, auf den wir uns im folgenden konzentrieren wollen: die berufsfachliche Weiterbildung und das nach erfolgter Erstausbildung heute immer weiter verbreitete berufsbegleitende Lernen.

Die Notwendigkeit von lebenslangen Lernen

Für den beruflichen Bereich liegt die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens aus zwei Gründen auf der Hand. Zum einen bewirkt die immer kürzere Halbwertszeit unseres einmal in Schule, Ausbildung und / oder Studium erworbenen Wissens, dass Berufe sich fortlaufend verändern und neue Kenntnisse und Fertigkeiten erfordern. Diese zu erwerben ist die Voraussetzung dafür, den einmal gewählten Beruf weiterhin kompetent ausüben zu können. Berufspraxis und Lernen während des gesamten Berufslebens werden sich künftig immer stärker durchdringen.

Zum anderen gibt es heute immer weniger Menschen, die ihren einmal gewählten Beruf das gesamte Berufsleben hindurch ausüben. Aufgrund einer veränderten Arbeitsmarktsituation, neuentwickelter Interessen oder aus Karrieregründen wenden sich zunehmend mehr Berufstätige neuen Tätigkeitsfeldern zu, für die sie ursprünglich nicht ausgebildet wurden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit zum Erwerb ergänzender Kompetenzen oder gar zusätzlicher formaler Qualifikationen und Abschlüsse. Viele dieser „Wieder-Lerner“ entschließen sich, berufsbegleitend erstmals zu studieren oder einen zusätzlichen akademischen Abschluss zu erwerben (einer unserer ältesten Kunden ist über 60 Jahre alt).

Zunahme der Zahl berufsbegleitender Studiengänge

Mittlerweile nimmt rund die Hälfte aller Deutschen zwischen 18 und 64 an formalen oder informellen Weiterbildungen in Bezug auf ihren Arbeitsplatz teil. Dieser gigantischen Nachfrage steht ein entsprechend breit gefächertes Angebot gegenüber, das durch die Weiterbildungsangebote großer Konzerne, der Volkshochschulen und privater Institute ebenso abgedeckt wird wie von zahlreichen Hochschulen und Berufsakademien, die mit MBA-Studiengängen, Postgraduiertenangeboten und berufsbegleitenden Studiengängen werben.

Die den Berufstätigen auch von Fernuniversitäten und privaten Hochschulen gebotene Möglichkeit zum berufsbegleitenden Studium wird insbesondere in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Pflege- und Gesundheitswissenschaften, Informatik und Sozialwesens stark nachgefragt.

Doch jeder Lernprozess will gut geplant sein. Das gilt besonders für eine berufsbegleitende Aus- oder Fortbildung. Zunächst muss der rechte Zeitpunkt gefunden werden der es erlaubt, die Doppelbelastung von Beruf und Weiterbildung (und ggf. Familie) zu schultern.  Sodann ist die angestrebte Zielsetzung festzulegen, also der gewünschte Abschluss oder auch das angezielte Wissen, das z.B. auch in einer praxisnahen Erweiterung der bereits erworbenen Qualifikationen bestehen kann.

Wenn man für die Dauer der Weiterbildung die Berufstätigkeit reduziert, gilt es auch die wirtschaftlichen Aspekte, also die Kostenseite,  zu bedenken. Sofern nötig, kann man Familienangehörige um finanzielle Unterstützung bitten oder auch beim Arbeitgeber nachfragen, schließlich will er qualifizierte Mitarbeiter zumeist langfristig binden. Auch Stipendien, BaföG oder Bildungsprämien kommen in bestimmten Fällen als Finanzierungsmöglichkeiten in Frage.

Schließlich hat jede Fortbildung und jedes Studium auch eine organisatorische Seite, denn selbst Lernen will gelernt sein. Lernformen und zeitlicher Aufwand hängen nicht zuletzt davon ab, welche Form der Weiterbildung gewählt wurde: Fernlehrgang oder Präsenzstudium bzw. eine Verbindung beider Formen, also das abwechselnde Lernen zu Hause mit Selbststudium und die mit der Berufsausübung vereinbaren Phasen des Präsenzstudium. In keinem dieser Fälle sollten der zeitliche Aufwand und die Belastung unterschätzt werden. Damit das Lernen oder Studieren „nebenbei“ nicht in Stress ausartet und in der zeitweisen Selbstaufgabe endet, sondern letztlich eine über den Beruf hinausgehende Bereicherung darstellt, müssen Freiräume geschaffen bzw. erhalten bleiben.  Ein probates Mittel hierzu ist ein striktes Zeitmanagement. Für den darin Ungeübten kann es sinnvoll sein, vor der eigentlichen Weiterbildung zunächst eine kurze Fortbildung in Sachen Zeitmanagement, Mind mapping oder Lesetechniken zu absolvieren. Das erleichtert anschließend die Arbeit sehr und steigert die Effizienz erheblich.

TEXT & WISSENSCHAFT ist auf die Unterstützung berufsbegleitender Studierender spezialisiert und berät gerne dabei, wie zeitliche Engpässe umgangen werden können. Ghostwriter helfen bei der Bewältigung von schwierigen Stresssituationen und bei der Vermeidung eines Studienabbruchs.

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