Studierende Mütter und Väter – ein Kraftakt

An deutschen Hochschulen sind circa sieben Prozent aller Studenten bereits Eltern. Etwa 50 Prozent der studierenden Eltern sind verheiratet, jedoch erzieht jede vierte studierende Mutter ihr Kind allein. Allerdings sind diese Daten mit Vorsicht zu betrachten, da die Hochschulen schon aus Datenschutzgründen nicht erheben, ob ihre Studierenden Kinder haben. Angesichts der mittlerweile hohen Anzahl von berufsbegleitenden Studiengängen ist davon auszugehen, dass die Zahlen sogar noch höher sind. Zumindest ist unser Eindruck, dass viele unserer Kunden aufgrund der Doppel- und Mehrfachbelastung von Studium, Kinder und Beruf unsere Unterstützung suchen.

Prüfungsphasen und die Erstellung der Bachelorarbeit

Prüfungsphasen und Phasen, in denen schriftliche Ausarbeitungen erstellt werden müssen weisen für die Studierenden mit Kind ein besonders hohes Stresspotenzial auf. Dazu zählt auch die Erstellung der Bachelorarbeit oder der Masterarbeit. Die Konzentration auf die sorgfältige Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit ist naturgemäß schwierig, wenn permanent auch andere familiären Verpflichtungen erfüllt werden müssen. Diese Phasen sind deshalb so problematisch, weil sich die physische und psychische Belastung der Eltern oftmals auf ihre Kinder überträgt. Zweifellos stellt es einen enormen Kraftakt dar, einen Hochschulabschluss zu erwerben und gleichzeitig ein oder gar mehrere Kinder aufziehen. Es gibt unzählige Blogs, in denen Eltern ihre Erfahrungen schildern, sowohl im positiven als auch negativen Sinne. Konsens besteht meist in der Feststellung, dass die Universität nicht unbedingt ein familienfreundliches Biotop ist.

Wenig erstaunlich ist, dass in bestimmten Fächergruppen mehr Eltern studieren als in anderen. Dazu zählen gerade die Studiengänge, in denen traditionell eher Frauen eingeschrieben sind, wie beispielsweise Kunst, Pflegewissenschaften oder Medizin. Deutlich seltener sind Väter oder Mütter in klassischen „Männer-Fächern“ wie Bauingenieurwesen anzutreffen. Auffällig hingegen ist, dass in Lehramtsfächer häufiger Eltern eingeschrieben sind als im Durchschnitt aller Studienfächer, hier überwiegen sogar die Väter. Auffällig auch, dass studierende Mütter meist aus Familien stammen, in denen sie die ersten sind, die eine Hochschule besuchen.

Studierende mit Kind benötigen deutlich mehr Semester als diejenigen, die noch keine Familie haben. Viele geben jedoch schon vorher auf und brechen ihr Studium ab – die Abbrecherquote, ohnehin ein wunder Punkt in der deutschen Hochschulpolitik, ist von studierenden Eltern noch höher als von ihren kinderlosen Kommilitonen. Dementsprechend halten viele studierende Eltern einer Vereinbarkeit von Studium und Kinder für grundsätzlich schwer miteinander vereinbar. Es steht schlichtweg weniger Zeit zur Verfügung, um die Studieninhalte zu bewältigen und erfordert eine enorme Disziplin und ein sehr gutes Zeitmanagement. Auch in Bezug auf den Berufseinstieg und den weiteren Karriereweg kann es sich negativ auswirken, wenn Studierende aufgrund ihrer familiären Verpflichtungen keine Möglichkeit finden, Praktika zu absolvieren oder praktisch ausgerichtete Abschlussarbeiten zu verfassen.

Insofern erscheint es nicht nur aus der Perspektive studierender Eltern, sondern auch aus Sicht der Hochschulen sinnvoll, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, Studium und Familie bessern zu vereinbaren. Dazu zählen u.a. bessere Betreuungsangebote, Beratungsangebote und flexiblere Studienorganisationen sowie geeignete finanzielle Unterstützungsangebote und Regelungen.

Bei der erfolgreichen Bewältigung der Bachelorarbeit oder Masterarbeit stehen wir gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an!

 

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