Die eigene Biografie schreiben – worauf es dabei ankommt und wie ein Ghostwriter dabei helfen kann

Viele Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung liebäugeln früher oder später mit dem Gedanken, ihre eigene Biografie zu schreiben. Worauf Sie dabei achten sollten und wie ein Ghostwriter dabei unterstützen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum eine Biografie schreiben?

Für das Verfassen der eigenen Biografie kann es viele Gründe geben – persönliche, praktische oder strategische, wobei diese sich nicht selten mischen. Die von solchen Motiven „angetriebenen“ Menschen haben das Gefühl, dass ihre Geschichte eine Bedeutung hat – für sie selbst, für andere oder beides.

Wer die Biografie vorrangig für sich selbst schreibt, tut dies zumeist mit dem Ziel, das Erlebte zu rekapitulieren, das eigene Leben besser zu verstehen und zu verarbeiten, ähnlich wie mit einem Tagebuch. Häufiger als diese auf sich selbst bezogene Motivation ist jedoch das Bestreben, etwas von den eigenen Erfahrungen an Dritte weiterzugeben. Das können wichtige Erfahrungen zum Umgang mit Lebenskrisen oder Erkrankungen sein oder auch der Wunsch, Spuren zu hinterlassen und nicht vergessen zu werden. Mit einer glaubwürdigen Biografie kann man zudem andere inspirieren und bestärken, sie motivieren und ihnen Perspektiven für ihr eigenes Leben eröffnen. Auch das Bedürfnis nach Anerkennung und Sichtbarkeit oder nach Dokumentierung der eigenen Lebensleistung ist ein wichtiges Motiv. Ein Sonderfall sind Biografien, die nur zur Selbstinszenierung oder zur nachträglichen Rechtfertigung eigener Entscheidungen angefertigt werden.

Wer noch im Berufsleben steht, verbindet das Verfassen einer Biografie nicht selten mit praktischen oder wirtschaftlichen Motiven. So möchte er die Biografie eventuell zur Schärfung des eigenen beruflichen Profils nutzen und sie gezielt als Werkzeug für Vorträge, Coachings und Medienauftritte einsetzen, um damit die eigene persönliche oder betriebliche „Marke“ zu stärken. In solchen Fällen ist die Biografie zumeist Teil eines größeren Vermarktungsplanes.

Im Folgenden befassen wir uns vor allem mit den Biografien, die für eine Weitergabe an Dritte vorgesehen sind, vom Erfahrungsbericht für einen engeren Kreis von Angehörigen bis hin zur Buchveröffentlichung für eine breite Leserschaft.

„Mal eben“ das eigene Leben erzählen ist gar nicht so leicht

Die eigene Biografie zu schreiben, klingt zunächst recht einfach („ich erzähl einfach mein Leben“), doch wer es einmal ernsthaft versucht hat, wird rasch festgestellt haben, dass es sich um ein äußerst anspruchsvolles Unterfangen handelt. Denn es gilt nicht nur die Frage zu beantworten, was eigentlich mitgeteilt werden soll, sondern dies auch für die Leser interessant und spannend zu gestalten.

Worauf also ist zu achten und welche Fragen sollte man sich vor Beginn eines solchen Projektes stellen?

Zunächst sollte man sich Klarheit über das eigene Ziel verschaffen und für sich die Frage beantworten, warum man diese Biografie schreiben will – zur Selbstreflektion, für die Familie oder für die breitere Öffentlichkeit? Je nachdem wie die Antwort ausfällt, wird man auch den Text in Erzählweise, Ton, Detailtiefe und Auswahl der Ereignisse anders anlegen müssen.

Unabhängig von der Zielgruppe sollte man sich aber schon vor Beginn der Arbeiten die selbstkritische Frage stellen, ob und warum das Erlebte für Dritte wirklich von Interesse ist.

Welche inhaltlichen Anforderungen stellt das Schreiben der eigenen Biografie?

Beim Schreiben einer eigenen Biografie geht es inhaltlich keineswegs darum, „alles, was passiert ist“ hintereinander aufzuschreiben. Der Text muss vielmehr bestimmte Anforderungen erfüllen damit er verständlich, glaubwürdig und vor allem spannend zu lesen ist.

Die erste Anforderung ist ein für den Leser klar erkennbarer roter Faden. Die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse sollten entlang einer dieses Fadens geschildert werden, sei es die altersmäßige Entwicklung, eine Suche, ein zentraler Erfolg, ein Konflikt oder ein Bruch. Dieser rote Faden erzeugt auch den Spannungsbogen, der die Ereignisse gliedert und den Leser idealerweise bei der Lektüre fesselt. Ohne dessen ist die Biografie dagegen eher eine lose Sammlung von Erinnerungen, die schnell ermüdend wirkt.

Eine Biografie ist keine Chronik. Daraus folgt, dass man bei weitem nicht alles hineinpacken sollte, was man erlebt hat, sondern nur die für die zu erzählende Geschichte relevanten Ereignisse oder Fakten. Es gilt also, mit Blick auf Verständlichkeit und Lesbarkeit die Wendepunkte, prägenden Erfahrungen oder wegweisenden Entscheidungen darzustellen und weniger wichtige Details wegzulassen, da deren Wiedergabe rasch zur Überfrachtung des Textes führt.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Leser nicht in erster Linie wissen will, was alles passiert ist, sondern warum das wichtig für den Schreibenden war, was er daraus gelernt und wie ihn diese Erfahrung verändert hat. Erst durch solche Reflektionen erlangt die Geschichte die notwendige Tiefe. Dass man hierbei ehrlich zu sich selbst und zum Leser sein sollte, versteht sich von selbst, denn er ist zumeist nicht an einer beschönigenden Heldengeschichte interessiert, sondern gerade an den Zweifeln, Fehlern und Widersprüchen des Schreibenden. Wieviel man dabei von sich preisgeben will, muss jeder konkret für sich entscheiden.

Eine Biografie, die ausschließlich von der Hauptperson handelt, wirkt schnell eintönig und nicht selten auch eingebildet. Schließlich wird das Leben jedes Menschen erst durch das Wechselspiel mit den Umständen, Widerständen und vor allem mit anderen Personen interessant. Eine Biografie enthält daher auch viele Aussagen über andere und ihr Verhalten. So manche Biografie ist für den Leser gerade deshalb von Interesse, weil sie andere, ihm bekannte Personen und deren Verhalten lebendig werden lassen. Wichtig bei der konkreten Schilderung anderer Personen sind eine faire Darstellung sowie das Vermeiden nachträglicher Schuldzuweisungen oder von Rechthaberei. Unter Umständen ist eine Anonymisierung angebracht, um die Privatsphäre anderer zu schützen und sich im Falle kritischer Äußerungen nicht dem Vorwurf übler Nachrede auszusetzen.

Gelungen ist eine Biografie dann, wenn sie dem Leser eine erkennbare Aussage oder Botschaft vermittelt, ohne ihm diese aufzudrängen. Vielmehr sollte ihm durch die Lektüre von selbst klarwerden, wofür diese Lebensgeschichte steht und welche Haltung oder Erkenntnis der Schreibende eventuell vermitteln möchte. Eine gute Biografie beantwortet also nicht nur die Frage „Was ist passiert?“, sondern vor allem: Warum ist es wichtig, was bedeutet es und was hat der Erzählende daraus gelernt?

Auch Form ist Inhalt

Zur Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit des Textes tragen der Aufbau und die formale Umsetzung entscheidend bei. Soll der Inhalt chronologisch oder thematisch dargestellt werden, in welcher Form wird die Gliederung des Stoffes in Kapitel vorgenommen und wie werden die Übergänge gestaltet? Bei einer chronologischen Gliederung hat es sich bewährt, zunächst mit einem besonderen Ereignis oder einem biografischen Wendepunkt zu beginnen und so die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen, um dann anschließend in die Vergangenheit zurückzuspringen und zu erläutern, wie es dazu gekommen ist. Derlei Stilmittel halten die Spannung beim Leser hoch und ziehen ihn in den Text hinein.

Für die weitere Schilderung sollte man abstrakte Abhandlungen oder verallgemeinernde Aussagen eher vermeiden und stattdessen konkrete Szenen schildern, weil sie Situationen und Gefühle greifbarer und nachvollziehbarer machen. Im Anschluss kann man dem Leser dann die eigenen Schlussfolgerungen präsentieren.

Wie auch immer man die Geschichte anlegt, es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, unnötige Wiederholungen oder Abschweifungen zu vermeiden und den roten Faden niemals aus den Augen zu verlieren.

Kann man mit der eigenen Biografie Geld verdienen?

Eine ehrliche Antwort auf diese Frage muss lauten: Im Prinzip ja, in der Praxis aber kaum. Die Gründe sind vielfältig: Der Buchmarkt ist voll mit Büchern, die um die Aufmerksamkeit der Leser buhlen, und die Verlage investieren nur, wenn sie ein klares Verkaufspotenzial sehen. Ohne eine gewisse Prominenz des Schreibenden oder eine besondere Geschichte bleibt es daher zumeist bei niedrigen Auflagen, selbst wenn man einen klassischen Verlag findet. Die Vorschüsse, sofern sie überhaupt gezahlt werden, sind jedoch klein und nennenswerte Einnahmen gibt es nur bei guten Verkaufszahlen.

Wer von vornherein auf den Selbstverlag setzt, wird sich nur in Ausnahmefällen gegen die Vertriebsmaschinerien der professionellen Verlage durchsetzen können. Zwar ist die eigene Marge hier deutlich höher, aber es muss auch alles selbst organisiert werden. Mögliche Erfolgsfaktoren einer Eigenvermarktung durch Selfpublishing sind die Nutzung von Social Media, das Organisieren von Lesungen und die strikte Ausrichtung auf eine bestimmte, dem Schreibenden gut vertraute Zielgruppe.

Eine elektronische Veröffentlichung im Internet verspricht unter Umständen zwar größere Verbreitung, eine eventuelle Bezahlschranke werden jedoch auch hier nur wenige Leser überschreiten. Die nüchterne Erfahrung ist daher, dass selbst viele lesenswerte Biografien sich allenfalls im kleinen Kreis (Freunde, Familie) oder in einer engen Nische verkaufen.

Ein größerer Absatz winkt allenfalls, wenn der Schreibende bereits eine gewisse Reichweite oder Bekanntheit besitzt oder sein Lebensweg außergewöhnlich ist, wenn er extreme Herausforderungen (Krankheit, Flucht, Erfolg gegen große Widerstände) und deren Bewältigung schildert oder Einblicke in eine besondere Welt bietet (z. B. ein ungewöhnlicher Beruf).

Das nüchterne Fazit ist: Wer als Hauptziel seiner Biografie das Geldverdienen hat, sollte sich das Projekt dreimal überlegen. Sie kann sich lohnen – aber eher als Teil einer größeren Strategie oder wenn es sich um eine Lebensgeschichte handelt, die durch ihre Besonderheit oder durch die Prominenz des Schreibenden wirklich heraussticht.

Jenseits des materiellen Ertrages jedoch ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte und das Schreiben der eigenen Biografie eine erfüllende und bereichernde Erfahrung.

Wie kann ein Ghostwriter beim Schreiben der eigenen Biografie helfen? 

Ob Sie ihre eigene Biografie, die Lebensgeschichte Ihrer Eltern bzw. Großeltern, eine Familienchronik als Geschenk für Angehörige oder eine Unternehmer- bzw. Firmenbiografie zur Rückschau auf eine erfolgreiche Berufstätigkeit im Auge haben, eines ist all diesen Vorhaben gemeinsam: Sie sind zeitaufwändig und verlangen Disziplin, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit zur sprachlich lebendigen und für den Leser spannenden Umsetzung.

Angesichts der hohen Anforderungen ist es in den meisten Fällen sinnvoll, sich bei der Konzeption und Erstellung der Biografie von einem professionellen Ghostwriter unterstützen oder zumindest beraten zu lassen. Unabhängig davon, ob Sie bereits Rohentwürfe erstellt haben oder das Vorhaben erst noch beginnen möchten, eine solche Hilfestellung garantiert die Berücksichtigung aller wichtigen Kriterien für eine gelungene Biografie, von der präzisen Formulierung der Zielstellung über die gekonnte Strukturierung des Stoffes und den passenden Einstieg bis hin zum vollständigen Text.

Möchten Sie das Projekt weitgehend auslagern, so entwickelt der Ghostwriter die Biografie im engen Dialog mit Ihnen, denn nur mit Ihrer Hilfe kann eine lebensnahe Darstellung gelingen. In ausführlichen Gesprächen schildern Sie ihm zunächst möglichst detailreich die zu erzählende Lebensgeschichte, die wichtigen Lebensphasen und alle relevanten Erinnerungen. Ergänzend stellen Sie authentische Dokumente wie biografische Papiere, Fotos, Briefe, Zeitungsausschnitte, Tagebücher usw. bereit, um wesentliche Lebensstationen zu illustrieren und weitere Einzelinformationen zu liefern.

Der Ghostwriter hat den professionellen Blick dafür, wie sich das vorhandene Material am besten umsetzen lässt, und unterbreitet Ihnen hierzu einen entsprechenden Konzeptvorschlag. Im nächsten Schritt entwickelt er einen ersten Entwurf für die Gliederung des Materials und formuliert anschließend kapitelweise den Text, stets nah an Ihrer Geschichte.

Ihre Rückmeldungen zu den vorliegenden Teillieferungen geben ihm wichtige Hinweise zur laufenden Anpassung des Textes, sei es in Bezug auf die inhaltlichen Prioritäten auf den favorisierten Schreibstil.

Auf diese Weise entsteht Schritt für Schritt und gleichsam unter Ihren Augen der Text, in dem Sie sich am Ende wiederfinden werden.

Zusammengefasst nennen Sie dem Ghostwriter die Arbeitspakete, zu denen Sie Unterstützung wünschen, und erhalten von ihm dazu ein detailliertes Angebot.

Wenn Sie Fragen zum Verfassen Ihrer Biografie haben oder professionelle Unterstützung bei der Planung und Durchführung eines solchen Projektes wünschen, helfen wir Ihnen gern weiter und finden den richtigen Ghostwriter für Sie. Bitte sprechen Sie uns an.