Zeitmanagement für die Abschlussarbeit

Eine wissenschaftliche Abschlussarbeit ist ein anspruchsvolles Projekt und sollte deshalb entsprechend geplant werden. Besonders wichtig ist dabei natürlich die Zeitplanung, denn ist die Arbeit einmal angemeldet, tickt die Uhr und der Abgabetermin der Bachelor- oder Masterarbeit nähert sich mit Riesenschritten. Um kein böses Erwachen zu erleben, sollten deshalb einige Grundregeln der Projektplanung beherzigt werden.Green arrow breaking a way through labyrinth walls

Zunächst sollten Sie – möglichst schon vor Anmeldung der Arbeit – einen realistischen Rahmen-Zeitplan aufstellen. Dazu ist es unerlässlich, sich einen Überblick über alle im Zusammenhang mit dem Projekt notwendigen Arbeiten zu verschaffen und den zu ihrer Erledigung erforderlichen Zeitbedarf einzuschätzen – für das Bibliographieren der zentralen Literatur, das Lesen und Exzerpieren, das Schreiben sowie das Um- und Neuschreiben und das Korrekturlesen, aber auch für Pausen und zu erledigende Formalia. Der angestrebte Fertigstellungstermin sollte mindestens eine Woche vor dem Abgabedatum liegen.

Der Grobplan sollte Zwischenschritte („Meilensteine“) enthalten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht sein müssen. Um sicher zu gehen, dass Sie dabei nichts Wichtiges vergessen haben, sollten Sie Ihren Plan kurz mit Profis oder versierten Freunden durchgehen.

Dem Grobplan folgt der Plan für den einzelnen Tag. Definieren Sie Phasen der Konzentration, in denen Sie ohne Störung am Thema arbeiten können. Teilen Sie Ihren Freunden mit, dass Sie zu diesen Zeiten nicht erreichbar sind und nicht gestört werden wollen. Natürlich ist hier Selbstdisziplin gefordert, sich dann z.B. nicht durch Mails oder Anrufe stören zu lassen oder dem Hang zur Verschieberietis nachzugeben und lieber Staub zu saugen als am Schreibtisch zu sitzen. Um zu vermeiden, dass Ihr Plan nicht funktioniert, sollten Sie sich deshalb bei Aufstellung des Planes selbstkritisch fragen, welche Zeitdiebe Ihnen täglich auflauern und wie Sie sie austricksen können.

Bauen Sie zeitliche Puffer ein, denn auch wenn Sie selbst diszipliniert arbeiten, wird es mit Sicherheit unerwartete Störungen und Verzögerungen geben. Das kann ein abstürzender Rechner sein, ein defektes Auto oder ein familiäres Problem sein, oder aber wichtige Literatur ist in der Bibliothek vergriffen.

Da niemand über Monate zehn Stunden am Tag konzentriert arbeiten kann, sollten Sie regelmäßige Freizeit einplanen und sich für erreichte Zwischenschritte („Meilensteine“) belohnen. Freizeit ist wichtig, um den Kopf zwischenzeitlich wieder frei zu bekommen, ein Austausch mit anderen kann dabei helfen.

Abschließend noch ein eigentlich selbstverständlicher Tipp, der Sie vor dem Super-Gau bewahren soll: Sichern Sie Ihre aktuellen Arbeitsergebnisse und die gesamte Arbeit stets doppelt an unterschiedlichen Orten, z.B. auf Ihrem Rechner und auf einem USB-Stick, damit Ihr Zeitplan nicht noch kurz vor Torschluss „abstürzt“.